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weltmachen

Muster für hoch-dimensionale Möglichkeitsräume



weltmachen nutzt neuste kognitions- und neurowissenschaftliche Erkenntnisse für transformationelle Veränderung.


Die Ergebnisse der modernen Kognitions- und Neurowissenschaften dokumentieren die aktive, selektive und konstruktive Dimension menschlicher Kognition: Kognition ist nicht passives "weltspiegeln", sondern aktives weltmachen (Engel, 2010). Weiterhin wurde Kognition – basierend auf der neuronalen Dynamik von Musterbildungsprozessen im menschlichen Gehirn – als Formation von raumzeitlichen Aktivitätsmustern, die aus umfassenden Gehirn-Körper-Umwelt-Interaktionen resultieren, rekonzeptualisiert (Clark, 1997). Diese kognitiven Muster sind 4E-P: embodied, embedded, extended, enactive (Menary, 2010) und predictive (Clark, 2013).

Aufbauend auf diesem neuen Bild des Kognitiven werden neue transformationelle Interventionen möglich, die fundamental die Dynamik der kognitiven Musterbildungsprozesse modulieren, indem Gehirn, Körper und Umwelt modifiziert werden und die konstruktive Dimension menschlicher Kognition funktionell realisiert wird.

weltmachen verwirklicht diese neuen Möglichkeiten und integriert dazu Erkenntnisse aus neu emergierenden Feldern, wie 4E cognition (Menary, 2010), active inference (Friston, 2010), neuromodulation (Liljenström, 2009), nutritional psychology (Kaplan et al., 2015) und auditory beat stimulation (Chaieb et al., 2015). Aus dieser integrativen Perspektive resultieren dann mehrstufige, multidirektionale Interventionen:




BRAIN top-down

Funktionelle Realisierung der konstruktiven Dimension von Kognition für die aktive Gestaltung von Handlungen und Umwelten durch active inference.


BRAIN bottom up

Optimierung von exploration-exploitation trade-offs des kognitiven Systems durch selektiven Einsatz von Neuromodulatoren.


BODY

Optimierung des Embodiments von Kognition durch Modulation der Tensegrity-Struktur des Körpers und die Handlungsfähigkeit erhöhende körperbasierte Faktoren im Rahmen von embodied nutritional and exercise psychology.


ENVIRONMENT

Optimierung der Embeddedness von Kognition durch funktionelles Design der Affordanzstruktur der Umwelt.



ENVIRONMENT

PATTERN SPACE

brain-body-environment interactions

cooperation vs competition

BRAIN

BODY






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BRAIN

"the brain should not be seen as primarily a locus of inner descriptions of external states of affairs; rather, it should be seen as a locus of inner structures that act as operators upon the world via their role in determining actions" (Clark, 1997)


100.000.000.000 Neuronen mit 100.000.000.000.000 Verbindungen ermöglichen 38.000 Billionen Operationen pro Sekunde (Greenemeier, 2009). Neuroplastizität und Neurogenese eröffnen nahezu unendliche Transformationsmöglichkeiten. Autonomes Nervensystem und Immunsystem können kontrolliert werden (Kox et al., 2014), Langzeit-Meditierende können willentlich Gamma-Hirn-Wellen produzieren (Lutz et al., 2004) und Athleten können die Welt in Zeitraffer wahrnehmen (Ovsiew, 2014).

Wie nutzt man die transformationellen und konstruktiven Möglichkeiten des Gehirns maximal? Dazu bedarf es der funktionellen Realisierung der Mechanismen, welche die Formation, Selektion und Modulation von Mustern auf Ebene des Gehirns bestimmen.





top-down Mustermodulation

"Versions of the "predictive brain" hypothesis rank among the most promising and the most conceptually challenging visions ever to emerge from computational and cognitive neuroscience." (Clark, 2015)


Eine neue Theorie beginnt aktuell die Kognitions- und Neurowissenschaften zu dominieren und integriert Wahrnehmen, Kognition und Handeln in ein einheitliches Framework mit beispielloser Erklärungskraft: Die unified brain theory (Friston, 2010).

Aus dieser Theorie folgt, dass der primäre Informationsfluss im menschlichen Gehirn nicht bottom-up, sondern top-down ist. Dabei versuchen hoch-stufige Systeme permanent, basierend auf ihren Modellen der kausalen Struktur der Welt, den Input von nieder-stufigen Systemen vorherzusagen. Dieser generative Prozess wird auch als active inference oder action-oriented predictive processing bezeichnet (Clark, 2013). Entscheidend ist, dass dieser Prozess nicht nur über die Fähigkeit verfügt, nieder-stufigen Input vorherzusagen, sondern auch diesen – den vorhersagenden hoch-stufigen Mustern entsprechend – zu konstruieren.

Daher leben Menschen gewissermaßen in einer Form von virtueller Realität, die via active inference Umwelten und Handlungen so strukturiert, dass die Hypothesen, die aus dieser virtuellen Realität von Vorhersagen abgeleitet werden, mit hoher Wahrscheinlichkeit zutreffen (Clark, 2013). Virtuelle Vorhersagen des Gehirns werden Realität; das Gehirn ist self-evidencing (Hohwy, 2014). Daher ist die top-down Modulation, die von hoch-stufigen kognitiven Mustern ausgeht, von fundamentaler Bedeutung für Veränderungsprozesse.




weltmachen


Was sind die transformationellen Möglichkeiten, die sich aus dem Gehirn als "prediction machine" (Clark, 2013) und seinem Neurokonstruktivismus resultieren?

Die funktionelle Realisierung des konstruktiven Prozesses menschlicher Kognition, indem durch die Modifikation und Implementierung – via Perception-Action – hoch-stufiger Muster und deren active inference Umwelten und Handlungen entsprechend der eigenen Ziele strukturiert werden.


cube

Abbildung: Necker-Würfel, "entirely constructed by your visual reality engine." (Hoffman, 2010)





weltmachen bietet als weltweit erstes Projekt spezifische Interventionen an, welche die vorhersagende und damit sich selbst bewahrheitende Dynamik (= active inference) des Gehirns zielgerichtet über Perception-Action modulieren.



bottom-up Mustermodulation


Neuromodulation


Neuromodulatoren können die Erregbarkeit von großen Mengen von Neuronen oder die synaptische Übertragung zwischen diesen verändern und so neuronale Dynamiken und kognitive Funktionen "dramatisch beeinflussen" (Liljenström, 2009). Besonders die cholinergetische Neuromodulation ist interessant, da cholinergetische Neuronen, die nur < 1% der Neuronen des Nervensystems bilden, an den "most intriguing and enigmatic of neural functions" beteiligt sind, "ranging from gross observable movement to consciousness" (Woolf & Butcher, 2011) und modulieren zum Beispiel im nucleus basalis das Verhältnis von Realität und Virtualität der visuellen Wahrnehmung (Smythies, 2009).




Beispiel: Citicolin


Die wohl wirksamste in Deutschland frei verfügbare Nahrungsergänzungsmittelzutat für Neuromodulation ist Citicolin. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die tägliche Einnahme von 250mg Citicolin über einen Zeitraum von 4 Wochen die Konzentrations- und Aufmerksamkeitsfähigkeit signifikant steigert (McGlade et al., 2012).

Citicolin erhöht die Konzentration der Neurotransmitter Acetylcholin, Dopamin und Noradrenalin (Secades & Lorenzo, 2006). Diese drei sind die zentralen Neurotransmitter, wenn es um die Optimierung von Exploitation-Exploration trade-offs des kognitiven Systems geht (Hills et al., 2015). So ist Dopamin beispielsweise für eine erhöhte Stabilität von Zielen und Handlungen gegenüber Distraktoren verantwortlich (exploitation).

Citicolin wird in Deutschland von GHIRN vertrieben.





weltmachen bietet umfassende Beratung zur spezifischen Neuromodulation an, um so die exploration-exploitation trade-offs des kognitiven Systems zu optimieren.



Auditorische Beat Stimulation


binaural

Die wissenschaftliche Plattform Frontiers in Psychiatry hat 2015 ein neues Forschungsthema zum Einfluss von Auditorischer Beat Stimulation auf neuronale Aktivität und Verhalten eröffnet.

In einer zu diesem Thema publizierten Metaanalyse beschreiben die Autoren diese auditorische Technologie als "promising new tool for the manipulation of cognitive processes and the modulation of mood states" (Chaieb et al., 2015). Eine Form Auditorischer Beat Stimulation bilden Binaurale Beats. Dabei spielen die Parameter, wie Frequenz, Trägerfrequenz und die Verwendung von weißen oder pinkem Rauschen eine entscheidende Rolle. Der Effekt von Binauralen Beats auf kognitive Leistung hängt dabei weiterhin von interindividuellen Unterschieden ab (Reedijk et al., 2015).



weltmachen bietet Binaurale Beats an, die auf den wissenschaftlich erwiesenen Parameterkonfigurationen basieren, sowie Interventionen, welche die interindividuell zu verringerter Wirksamkeit führenden Faktoren eliminiert.






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BODY

"Another exciting future possibility of this field [embodied cognition] is its potential to explore new and different kinds of cognition that may or may not resemble human cognition. [...] [N]onhuman morphologies may eventually lead to nonhuman kinds of cognition." (Pfeifer & Bongard, 2007)


Auf Level des Körpers gilt die Anwendung wissenschaftlich fundierter Interventionen, die über Sport, Ernährung, und Nahrungsergänzungsmittel strukturell u.a. die Neuroplastizität, Neurogenese, Mitochondriendichte, Muskelmasse, Bindegewebestärke, Knochendichte erhöhen – und so das Embodiment optimieren.

Dabei hat die Verkörperung (Embodiment) nicht nur Einfluss auf Gehirn und Verhalten, sondern auch auf internale mentale Zustände (Braitenberg, 1984).





Embodied Cognition

"The most exciting hypothesis in cognitive science right now is the theory that cognition is embodied." (Wilson & Golonka, 2013)


Embodied Cognition geht davon aus, dass die Form des Embodiments bestimmt, welche Handlungsmuster realisiert werden können und dass diese Handlungsmuster wiederum die kognitiven Prozesse formen. Embodiment bestimmt daher nicht nur die Formen möglicher Interaktionen mit der Umwelt, sondern auch teilweise, wie diese wahrgenommen wird. Damit wird der Körper zum aktiven Medium von konstruktiven Prozessen: weltmachen ist embodied.

Das Versklavungsprinzip aus der interdisziplinären Wissenschaft der Synergetik besagt, dass langsamer evolvierende Prozesse in komplexen Systemen schneller evolvierende Prozesse "versklaven" und nicht umgekehrt (Haken, 1983). Der Körper übt dementsprechend eine sogenannte blue-collar control auf das Gehirn aus, indem er mit seinen Synergien die schnell evolvierenden Prozesse des Gehirns einschränkt und damit auch die Freiheitsgrade dessen, was auf Ebene des Gehirns passieren kann, limitiert. Zusätzlich emergieren Organismus-weite Synergien entlang einer Tensegrity-Struktur, die aus einem Netz aus Muskeln und Bindegewebe besteht, welche das menschliche Skelett verbinden (Van Orden et al., 2012).



Embodied Nutritional and Exercise Psychology


Die Tensegrity-Struktur und das generelle Embodiment können durch spezifische ernährungs- und sportbasierte Interventionen optimiert werden. Embodied nutritional and exercise psychology konzipiert Ernährung und systematisches Training, das mit dem kognitionswissenschaftlichen Ziel betrieben wird, optimales Embodiment und maximale Handlungsfähigkeit zu realisieren. Dazu werden Faktoren auf Level des Körpers, welche die Handlungsfähigkeit (und damit die Wahrnehmung) beeinflussen, zielgerichtet moduliert.




Embodied


Mehr zu embodied nutritional and exercise psychology in Kürze auf embodied.de und AesirSports.de





weltmachen integriert erstmals die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Embodied Cognition funktionell durch mehrstufige ernährungs- und sportbasierte Interventionen in ein vereinheitlichtes Framework von embodied nutritional and exercise psychology.






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ENVIRONMENT

"We structure our worlds and actions so that most of our sensory predictions come true." (Clark, 2013)


Umwelten sind schwer zu kontrollieren, daher hat das Design von adaptiven Gehirn-Körper-Systemen, welche über die (evolvierende) Kapazität verfügen, in hochgradig dynamischen und unberechenbaren Umwelten evolvieren zu können, Priorität.

In einer hyperkomplexen Welt sind der intelligente Umgang mit der begrenzten kognitiven Belastbarkeit durch eine raumzeitliche Verteilung kognitiver Ressourcen und eine strategische Allokation von Aufmerksamkeit unabdinglich.





Perception<Action


Die psychologische Theorie der Perception-Action geht davon aus, dass die primären Objekten der Wahrnehmung Affordanzen (Handlungsmöglichkeiten) sind, die latent in der Umwelt vorliegen und in Relation zu dem Handelnden stehen. Entsprechend beeinflusst die Fähigkeit zu handeln die Wahrnehmung, sodass Menschen ihre Umwelt entsprechend ihrer Handlungsfähigkeit wahrnehmen. Um das in den Neurowissenschaften immer stärker auftretende Primat des Handelns auch begrifflich zu erfassen, ist Perception-Action für weltmachen = Perception<Action. Dies korrespondiert mit der kognitionswissenschaftlichen Theorie des Enaktivismus, die davon ausgeht, dass Objekte für Menschen primär durch die Menge möglicher Handlungen, die mit ihnen durchgeführt werden können, definiert sind (Engel, 2010).



weltmachen bietet funktionelles Design der Affordanzstruktur der Umwelt durch einen dualen Ansatz, der einerseits die Steigerung der Handlungsfähigkeit und anderseits die funktionelle Gestaltung der Umwelt zum Ziel hat. Die Handlungsfähigkeit lässt sich dabei über adaptive kognitive Muster (Level: Gehirn) und optimiertes Embodiment (Level: Körper) steigern, während die Umweltgestaltung versucht, falsche Affordanzen zu minimieren und versteckte Affordanzen sichtbar zu machen (Gaver, 1991).

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